Erbrecht: Kettenschenkung - Schenkungssteuer

Wenn Eltern ein Grundstück im Wege der Schenkung auf ihr Kind übertragen und das Kind unmittelbar im Anschluss das Grundstück an seinen Ehegatten weiter schenkt, kann grundsätzlich nicht von einer freigebigen Zuwendung von den Eltern an das Schwiegerkind ausgegangen werden, unabhängig davon, ob die Eltern der Weiterübertragung zugestimmt haben.

Der Entscheidung des Bundesfinanzhof (BFH) vom 30.11.2011 (Az. II B 60/11), die am 15.02.2012 veröffentlicht wurde lag folgender Sachverhalt zugrunde: Der Vater schenkte seinem Sohn am 30.06.2011 ein Grundstück ohne Verpflichtung bezüglich einer Weiterschenkung. Mit notarieller Urkunde vom selben Tag übertrug der Sohn seinen den hälftigen Miteigentumsanteil als ehebezogene Zuwendung ohne Entgelt an seine Ehefrau, die Klägerin. Die Beteiligten erklärten die Auflassung und beantragten die Eintragung im Grundbuch, verzichteten aber auf eine Zwischeneintragung des Sohnes ...

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