Der Gauck soll erst einmal seine persönlichen Verhältnisse in Ordnung bringen…

© Gerd Altmann / pixelio.de

… so tönte es aus dem bayerischen Niemandsland kurz nach der Einigung der Politik auf den neuen gemeinsamen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt. Ein Hinterbänkler aus dem Bundestag, der CSU-Abgeordnete Norbert Geis, hielt es für dringend nötig, Joachim Gauck dümmliche Ratschläge zu erteilen:

“Ich halte Herrn Gauck für einen guten Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Als Bundespräsident ist er jedoch nicht mehr nur Privatperson, sondern Repräsentant des ganzen Volkes. Es ist sehr wünschenswert, dass der Bundespräsident eine breite Akzeptanz in der ganzen Bevölkerung findet….”

…und deswegen sollte Gauck seine “wilde Ehe” mit der Journalistin und angesehenen Ressortchefin der “Nürnberger Zeitung” durch Heirat legalisieren. (Klick)

Der bayerische Provinzler Geis war schon des öfteren aufgefallen, durch manchmal skurrile, oft peinliche und das ein oder andere Mal äusserst ärgerliche Querschüsse: 1993 war ihm ein Auftritt von Popstar Madonna zu obszön, deswegen sollte sie ein Auftrittsverbot „zum Schutze der öffentlichen Ordnung“ erhalten. Terrorverdächtige wollte Geis notfalls ohne Prozess einsperren – Guantanamo lässt grüssen -, auch die “gezielte Tötung eines potentiellen Aggressors” fand er nachdenkenswert. Eher niedlich zu nennen war da seine Forderung nach bewaffneten Zugbegleitern.

Richtig übel wurde es allerdings, als er Homosexualität als Fehlentwicklung bezeichnete, Schwule als pervers brandmarkte und schon mal von einer „durchrassten Gesellschaft“ sprach.

Der zurückgetretene Bundespräsident Christian Wulff dagegen konnte sich zumindest noch im letzten Dezember der Unterstützung von Geis sicher sein ...

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