Das Küssen der Beifahrerin führt zur alleinigen Haftung

Der Beklagte eines Verfahrens vor dem Landgericht Saarbrücken (Urteil vom 15.2.2012, Aktenzeichen 5 O 17/11) wurde auf Zahlung eines Betreuungs- und Haushaltsführungsschadens wegen der Tötung der Mutter des klagenden Kindes bei einem Verkehrsunfall sowie auf Feststellung zukünftiger Schäden in Anspruch genommen.

Der Beklagte hatte offenbar eine sehr attraktive Beifahrerin. Jedenfalls hatte er diese nette Dame bereits vor dem Unfall an einer Ampel so intensiv geküsst, dass ein nachfolgender Autofahrer das Vorspiel durch Hupen beenden musste. Danach versuchte der beklagte auch während der Fahrt die Beifahrerin zu küssen und kam so bereits auf die linke Fahrbahn, so dass ein entgegenkommender Fahrer mit Mühe einen Frontalzusammenstoß vermeiden konnte. Bei einem weiteren intensiven Annäherungsversuch des Beklagten an seine Mitfahrerin kam er erneut auf die Gegenfahrbahn. Die Mutter des Klägers hatte keine Chance auszuweichen und stieß frontal mit dem Fahrzeug des Beklagten zusammen. Das Fahrzeug der Kindesmutter überschlug sich und die Kindesmutter starb an den Folgen des Frontalzusammenstoßes.

Gutachter stellten fest, dass die Kindesmutter wohl nicht angeschnallt war ...

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