Ich wollte doch nur nett sein II

Unter dem Titel Ich wollte doch nur nett sein berichtete der Kollege Breuning davon, wie sehr er diese Eröffnung eines Mandantengespräches fürchtet, weil dieser Satz für den vermeintlich netten Menschen meist nichts gutes verheißt. Einen solchen Fall hatte ich nun auch.

Der Mandant ist ein Mensch, der anderen immer wieder hilft, auch finanziell. Vor einiger Zeit kam eine Bekannte auf ihn zu und erzählte von einem Projekt. Eine Bekannte wolle ein Pferd kaufen, dieses zureiten und dann gewinnbringend weiterverkaufen. Leider fehlte ihr dazu die Kaufkraft. Deshalb die Frage an den Mandanten, ob dieser nicht aushelfen könne. Nett wie er ist, wollte er helfen.

Also gab er 800 € direkt für den Kauf des Pferdes dazu, bezahlte die Versicherung für das Tier und einige andere Kleinigkeiten und kam so auf den nicht geringen Betrag von insgesamt 1500 €, die er in das Projekt der Bekannten steckte. Dieses wollte er aus dem Erlös des Verkaufs des Pferdes wiederhaben.

Wie so oft kam es anders als erwartet. Das Pferd ließ sich nicht so zureiten wie gedacht, die Kosten stiegen, ohne das absehbar war, dass der Wert des Pferdes wirklich steigen würde. Der Ton zwischen den Beteiligten wurde rauer und letztlich ging man getrennter Wege. Durch Zufall erfuhr der Mandant dann, dass die Dame das Pferd verkauft hatte und verlangte sein Geld zurück. Leider erfolglos. Deshalb stellte sich dann die Frage, ob er denn einen Rückzahlungsanspruch gegen die Dame hatte ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK