Ermittlungsstand gegen den NSU

Morgen findet in Berlin die Trauerfeier für die Opfer der Mordserie des “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU) statt. Grund genug, eine Blick auf den derzeitigen Ermittlungsstand zu werfen: Seit Mitte November werden die Ermittlungen gegen die so genannte „Zwickauer Zelle“ zentral vom Generalbundesanwalt und dem Bundeskriminalamt geführt. Doch der Fall ist so umfangreich und verzweigt, dass in einer neuartigen Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden auch viele andere Staatsanwaltschaften und Polizeibehörden einbezogen sind. Seit mehr als drei Monaten laufen die Ermittlungen jetzt – und trotzdem will noch niemand davon sprechen, dass man auch nur die Hälfte der gefundenen Beweisstücke gesichtet oder bewertet hätte.

Nach wie vor gilt: Beate Zschäpe aus Jena ist die Hauptverdächtige, sie sitzt in Köln in Haft. Ihre mutmaßlichen Mittäter Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sind tot. Derzeit wird gegen 12 weitere Unterstützer ermittelt, 5 davon sitzen in Haft. Ein Personenkreis von etwa 12 weiteren Personen wird dem Umfeld zugerechnet und es scheint möglich, dass aus diesem Kreis noch weitere Beschuldigte hervorgehen werden. Inzwischen ist das Verfahren gegen Beate Zschäpe zusammen mit dem Verfahren von Andre E. von den anderen Ermittlungsverfahren abgetrennt worden. Dies sei aber noch keine Vorentscheidung, welche Fälle ggf. miteinander angeklagt werden sollen, heisst es in Karlsruhe ...

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