Debcon – Organisationsversagen oder Absicht?

Wie bereits berichtet, hat sich nach dem angeblichen Forderungsverkauf durch die Anwaltskanzlei Urmann + Collegen das Inkassounternehmen Debcon GmbH direkt bei Mandanten gemeldet http://conlegi.de/?p=3109. Inzwischen liegt die auf den 20.01.2012 datierte Vollmacht für die Debcon GmbH vor. Demnach beauftragt die DigiProtect Gesellschaft zum Schutze digitaler Medien mbH, vertreten durch die unterzeichnende, bevollmächtigte Urmann + Collegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH die Debcon GmbH mit dem Einzug von Forderungen. Gleichzeitig wird (durch Urmann + Collegen) Untervollmacht erteilt, wobei diese auch „Beauftragung unserer Vertragsanwälte“ umfaßt. Die hier vorliegende, von der Debcon GmbH gefaxte Vollmacht trägt den Briefkopf der Debcon, nennt als Ausstellungsort Regensburg (Sitz von Urmann + Collegen) und trägt den Stempel sowie eine Unterschrift der Kanzlei. Hieraus ergibt sich zunächst, daß die Forderung – wie bereits vermutet – nicht verkauft wurde, sondern weiterhin die DigiProtect GmbH als Gläubigerin auftritt. Es wäre eine interessante Frage, ob der angebliche Forderungsverkauf aufgrund rechtlicher Bedenken gescheitert ist (http://conlegi.de/?p=3051), oder ob es sich von Anfang an um einen Bluff handelte. Dies ist allerdings mangels greifbarer Anhaltspunkte reine Spekulation. Es ist also nicht so, wie zunächst vermutet wurde, daß die DigiProtect GmbH selbst die Debcon GmbH eingeschaltet hätte. Wäre das der Fall, könnte die direkte Kontaktierung der Abgemahnten durch das Inkassounternehmen als außerplanmäßige, aber (folgt man den Mitteilungen von Kollegen) wiederholt vorgekommene Panne betrachten ...

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