Bet and win – Wulff

Nach dem großen Erfolg des damaligen Blogbeitrags “Bet and win – Kachelmann” schreit alles nach einer Fortsetzung. Damals lehnte ich mich mit einer Prognose vom Ausgang des Kachelmann-Verfahrens weit aus dem Fenster und fiel aus dem selben, da ich mich mal ganz derbe verschätzt habe. Vom Gefühl her aber so ähnlich, wie wenn man beim Bundesligatipp gegen seinen eigenen Verein setzt und dieser dann doch gewinnt: Auf’m Platz ist eben am wichtigsten. Und über den Freispruch habe ich mich sehr gefreut, weil er das einzig rechtsstaatlich vertretbare Ergebnis war. Gerechnet habe ich damit dennoch nicht, worüber seinerzeit sogar die bedenkliche Boulevardpresse (mit einem Uralt-Foto von mir) berichtete. Naja.

Heute wird der geneigte Blogleser/die geneigte Blogleserin aber erfahren, wie wahrscheinlich die Causa Wulff enden wird. Wie wir alle wissen, hat sich der Leitende Oberstaatsanwalt -vermutlich mit fürchterlichen Bauchschmerzen- durchgerungen, seine Ermittlungen aufzunehmen. Vieles könnte Gegenstand der Ermittlungen sein, Aufhänger ist jedoch die Geschichte um die Bürgschaftsgewährung an den Geschäftsmann Groenewold, der sich im Gegenzug mit allerlei Gefälligkeiten revanchiert haben soll. Eine Vorteilsannahme nach § 331 StGB.

Ein Strafverfahren kann auf mannigfaltige Art und Weise beendet werden. Grob gesprochen gibt es folgende Varianten:

Einstellung mangels Tatverdachts Einstellung ohne Auflage wegen geringer Schuld Einstellung gegen (Geld-)Auflage Strafbefehl (also Verurteilung ohne mündliche Verhandlung) Anklage an das Amts- oder Landgericht nach Anklage: Verurteilung nach Anklage: Freispruch nach Anklage: Einstellung mit oder ohne Auflage

Es gibt noch einige weitere Nuancen, aber das führt jetzt zu weit ...

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