Aufsatzwettbewerb: Die Haftung von Ratingagenturen nach den Grundsätzen des Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter

Wir freuen uns, euch heute den vierten Beitrag zu unserem Aufsatzwettbewerb veröffentlichen zu können.

Der Beitrag wurde von Harald Frey verfasst.

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In der aktuellen Diskussion um die Wirtschaftskrise geraten Ratingagenturen zunehmend in die Kritik. Es stellt sich in diesem aktuellen Zusammenhang die Frage der zivilrechtlichen Haftung von Ratingagenturen, insbesondere bei fehlerhafter Erstellung von Ratings und dadurch erlittenen Vermögensschäden von Dritten. Der Beitrag untersucht die Möglichkeit einer haftungsrechtlichen Einbindung von Ratingagenturen in das Institut des Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter. I. Grundlegender Problemaufriss Ausgangspunkt ist zunächst – wie bei jeder haftungsrechtlichen Einordnung – die Unterscheidung zwischen vertraglicher, quasi-vertraglicher und deliktischer Haftung. Bei der Haftung von Ratingagenturen stellen sich eigene (spezielle) Fragen in jedem dieser Teilbereiche, wobei die letzten beiden Rechtsbereiche hier ausgeklammert werden sollen. Für das Verständnis des Problemkreises „Ratingagenturen und Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter“ bedarf es zunächst einiger allgemeiner und grundlegender Ausführungen: Ganz grundsätzlich muss man sich vor Augen führen, dass jede Frage nach vertraglicher Haftung immer im Hinblick auf Zwei-Personen-Verhältnisse beantwortet werden muss. Dies folgt schon aus der Relativität der Schuldverhältnisse; sie wirken grds. nur zwischen zwei Parteien, die privatautonom sozusagen aufeinander zugehen. Davon bildet das Institut des Vertrages mit Schutzwirkung zugunsten Dritter freilich eine Ausnahme und Ausnahmen sind eng auszulegen (so bereits der alte lateinische Grundsatz singularia non sunt extendenda) ...

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