Der Jugendschutzbeauftragte – Wer? Wie? Und vor allem: Wann brauche ich einen für meine Website?

Begriffe wie Jugendschutz und Jugendschutzbeauftragter geistern gerade oft im Internet umher, ohne dass man genau weiß, was sich dahinter verbirgt.

Dieser Beitrag soll aufzeigen, was ein Jugendschutzbeauftragter ist, was er machen muss und vor allem, wer überhaupt einen braucht.

Überblick zum Jugendschutz

Der Zweck des Jugendschutzes mit seinen verbindlichen Regelungen soll der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Inhalten sein, die diese in deren Entwicklung oder Erziehung beeinträchtigen oder gefährden können. Ausführlicher liest sich dies in § 1 JMStV:

“Zweck des Staatsvertrages ist der einheitliche Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Angeboten in elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien, die deren Entwicklung oder Erziehung beeinträchtigen oder gefährden, sowie der Schutz vor solchen Angeboten in elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien, die die Menschenwürde oder sonstige durch das Strafgesetzbuch geschützte Rechtsgüter verletzen.”

Bei der Frage, welche Inhalte nun “beeinträchtigen” oder “gefährden” gibt der JMStV in § 4 und § 5 ein dreistufiges System vor. Dort wird unterschieden zwischen “absolut unzulässige Angeboten“, “relativ unzulässige Inhalten” sowie “entwicklungsbeeinträchtigende Angeboten“.

Um diese Unterteilung nachvollziehbarer zu machen, hier einige Fallgruppen der jeweiligen Kategorien.

Danach sind “absolut unzulässige Angebote” unter anderem:

Kriegsverherrlichung; Darstellungen von Kindern oder Jugendlichen in unnatürlich geschlechtsbetonter Körperhaltung; Verstöße gegen die Menschenwürde, insbesondere bei Darstellungen von Menschen, die sterben oder schweren körperlichen oder seelischen Leiden ausgesetzt sind oder waren; Inhalte, die auf der Liste jugendgefährdender Medien stehen (vgl. § 18 JuSchG).

Dagegen sind “relativ unzulässige Inhalte” solche, die Erwachsenen nur in sog ...

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