Arbeitsrecht: Wenn der verspätete Gang zum Anwalt teuer wird

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Dauerschuldverhältnisse sind tückisch, und deswegen sollte man 3 Dinge im Leben eigentlich nicht tun: Heiraten, Mieten und ein Arbeitsverhältnis begründen.

Und trotzdem dürften 100% von uns in ihrem Leben mindestens eines der 3 Dauerschuldverhältnisse zumindest 1x eingegangen sein – und die überwiegende Mehrheit wahrscheinlich alle 3, und dies sogar mehrmals, wie nicht zuletzt die hohe Fluktuation in allen 3 Gebieten zeigt.

Aber wenn die Menschen dann schon immer wieder solche hochriskanten Geschäfte eingehen, warum tun sie das ständig ohne vorherige rechtliche Beratung? Bei jeder Chance auf 5,00 EUR Steuerersparnis rennen sie zum Steuerberater und zahlen praktisch jeden Rechnungsbetrag für die Beratung, doch wenn es ans Heiraten geht, dann laufen sie direkt zum Standesbeamten und haben bei einem Scheitern der Ehe riesige Vermögensverluste vor Augen (von den emotionalen Verlusten mal ganz abgesehen), zum Abschluss eines Mietverhältnis holen sie sich ein im Zweifel unwirksames Formular aus dem Schreibwarengeschäft, dass sie dann auch noch falsch und/oder unvollständig ausfüllen – und beim Abschluss eines Arbeitsverhältnis telefoniert man gerne mal mit der Sekretärin seines beruflichen Interessenverbandes, die einem dann ein Muster zufaxt – natürlich ohne zu prüfen bzw. überhaupt prüfen zu können, ob das zum konkreten Fall passt.

Verstehen Sie mich nicht falsch, nicht jeder braucht ständig einen Anwalt an seiner Seite; aber auch in rechtlichen Angelegenheiten ist “Vorbeugen besser als Heilen”, und gerade bei so langfristigen, finanziell umfangreichen wie schwierigen Dauerschuldverhältnissen ist die rechtliche Heilung oftmals deutlich schwieriger und teurer als das Vorbeugen.

Einen Klassiker habe ich jetzt gerade erlebt: da erschien bei mir eine junge Unternehmensgründerin, die mit ihrer ersten Angestellten einen Arbeitsvertrag begründet hatte ...

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