Wenn der Arbeitgeber Minusstunden vom Gehalt abziehen möchte…

Besteht in einem Betrieb für die Beschäftigten kein Arbeitszeitkonto, darf der Arbeitgeber bei aufgelaufenen Minusstunden nicht einfach deren Lohn kürzen. Dies hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in einem aktuell veröffentlichten Urteil vom 15.11.2011 entschieden (AZ: 3 Sa 493/11). Denn setzt der Arbeitgeber die Beschäftigten aus betrieblichen Gründen nicht in der vereinbarten Arbeitszeit ein, ist der Arbeitnehmer wegen „Annahmeverzugs“ nicht zum Ausgleich der zu wenig geleisteten Arbeitsstunden verpflichtet, so die Mainzer Richter.

Im konkreten Fall hat die Klägerin, eine Fachangestellte für Bäderbetriebe, zum 15.05.2010 gekündigt. Von ihrem Lohn behielt ihr Arbeitgeber 1.372,75 € mit der Begründung ein, dass die Frau in der Vergangenheit 118,75 Minusstunden angesammelt habe.

Diese waren wegen der schlechteren Auslastung des Schwimmbades in den Wintermonaten angefallen ...

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