Schwerbehinderte müssen zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden

Die Aussage der Überschrift trifft nur zu, wenn die Voraussetzungen des § 82 SGB IX erfüllt sind, mithin u.a. ein öffentlicher Dienstgeber Stellen besetzen will und der Bewerber auf seine Behinderung verweist und eine fachliche Eignung aufweist. Erfolgt keine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist dies ein Indiz für eine Diskriminierung wegen bestehender Schwerbehinderung sein und kann zu entsprechenden Schadensersatzansprüchen führen. Die Vermutung einer Diskriminierung kann durch den Beweis widerlegt werden, dass für die Nichteinladung nur solche Gründe vorgelegen haben, welche nicht die fehlende Eignung des Bewerbers oder dessen Schwerbehinderung betreffen. Ein schwerbehinderte Bewerber hatte sich auf eine Ausschreibung der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main als „Pförtner/Wächter“ beworben. In seiner Bewerbung hatte er auf seinen GdB von 60 hingewiesen. Bei dem Dienstgeber besteht eine Rahmenvereinbarung zur Integration Schwerbehinderter ...Zum vollständigen Artikel


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