Besteht die Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung für Kino.to Premium-User?

Vor dieser Nachricht haben Millionen Nutzer der illegalen Streaming-Plattform kino.to gezittert: Die Staatsanwaltschaft Dresden hat wohl unzählige Bezahldaten der Premium-User in die Hände bekommen – ihnen stehen nun Klagen wegen Verstößen gegen das Urheberrecht bevor, berichtet Chip Online und beruft sich dabei auf Informationen des Focus. Sie hatten per PayPal Kino.to dafür bezahlt, beim Ansehen der Streams nicht durch lästige Werbung unterbrochen zu werden.

Das Ansehen von Streams – ein Verstoß?

Es muss jedoch hervorgehoben werden, dass die Rechtslage sehr umstritten ist. Die zentrale Frage ist, ob das Ansehen eines „illegalen“ Streams eine Urheberrechtsverletzung darstellt oder nicht. Die Befürworter, bspw. die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzung (GVU) argumentieren, dass im Verlauf des Streaming-Vorgangs auf dem Endgerät des Nutzers stets vorübergehende Speicherungen erfolgen. Sie werde durch den Nutzer ausgelöst und liege in seinem Machtbereich. Die Kopie einer illegalen Vorlage, so das Argument der GVU, sei selbst immer illegal. Dieser Ansicht folgte auch der Richter des Amtsgerichts Leipzig, der den Vorsitz in dem Kino.to-Verfahren Ende des letzten Jahres hatte.

Meiner Ansicht nach, ist diese Rechtsauffassung zu eng und nicht zeitgemäß ...

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