Rezension Zivilrecht: Fälle zur Vertragsgestaltung

Eckert / Everts / Wicke, Fälle zur Vertragsgestaltung, 2.Auflage, C.H.Beck 2010 Von RA, FA fürSozialrecht und FA für Bau- und Architektenrecht Thomas Stumpf, Pirmasens Die Kautelarjurisprudenz, d.h. die (vertrags-)beratende und(vertrags-)gestaltende Tätigkeit des Juristen hat in früheren Zeiten im Rahmender universitären Ausbildung eine äußerst untergeordnete Rolle gespielt, quasiein komplettes Schattendasein gefristet. Angesichts der erheblichen praktischenBedeutung und der Tatsache, dass ohnehin die meisten Absolventen später in derRegel als Anwälte oder sonstige Justiziare arbeiten werden, ein gänzlichuneinleuchtender Umstand, oder besser: Zustand, den die Anwaltschaft stetskritisiert hat. Von praxisferner Ausbildung war zu Recht die Rede. Seit einigenJahren, namentlich mit dem Gesetz zur Reform der Juristenausbildung vom 11.07.2002,hat sich diese Haltung doch geändert, hin zu einer praxisgerechterenAusbildung. Es bleibt jedoch festzustellen, dass man von einer auf dieAnwaltstätigkeit zugeschnittenen Ausbildung nach wie vor weit entfernt ist. DerSchwerpunkt liegt noch immer auf der Dezisionsjurisprudenz mit Blick auf dasRichteramt. Nichtsdestotrotz finden sich mittlerweile auch Klausuren zurVertragsgestaltung ein. Der Umfang der hierzu erschienen Literatur istüberschaubar, Fallsammlungen dünn gesät. Umso mehr ist die vorliegendeNeuauflage von Eckert, Everts und Wicke zu schätzen. Es ist ein Fallübungsbuch, kein didaktisches Lehr- oderLernbuch. Ein Erfolg wird sich durch die bloße Lektüre nicht einstellen ...Zum vollständigen Artikel

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