Beschränkungen der Medienberichterstattung über Vergewaltigungsprozesse

Im Zuge des Kachelmann-Verfahrens (hier: Diskussion im Blog) berichteten die Medien auch über Einzelheiten der vom Angeklagten geschilderten einvernehmlich vorgenommenen sexuellen Handlungen. Schon bald nach dem freisprechenden Urteil im Kachelmann-Prozess forderte der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag Siegfried Kauder (CDU) , die Medienberichterstattungen über Sexualdelikte notfalls gesetzlich zu beschränken, sollten sich die Medien nicht selbst hierzu verpflichten. Es dürfe nicht sein, „dass die Intimsphäre der Betroffenen bis in den letzten Winkel in aller Öffentlichkeit ausgebreitet“ werde. Andere Unions-Politiker schlossen sich dem an und forderten einen Ehrenkodex, mit dem sich die Medien verpflichten sollten, weitaus zurückhaltender über Prozesse wegen sexueller Gewalt zu berichten. Dagegen lehnte der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) eine Beschränkung der Berichterstattung ab, weil der Pressekodex des Deutschen Presserats bereits klare Grenzen ziehe.

Am 14.2 ...

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