Über Mails aus geknackten Mailaccounts…

© Thorsten Freyer / pixelio.de

Eine Bloggerin stellte vor kurzem in einem Meinungsforum private Mails ein. Sie behauptete, dass es sich dabei Mails einer anderen Bloggerin handele, die sie mit deren Inhalt diskreditieren wolle. Diese andere Bloggerin wies darauf hin, dass man die Sicherung ihres Mailaccounts unbefugt überwunden habe, wodurch ihr privater Mailverkehr nicht von ihr autorisierten Personen zugänglich gemacht worden sei.

Ich forderte die Bloggerin, die die Mails ins Netz gestellt hatte, zur Stellungnahme auf, und als eine solche nicht erfolgte, unterstellte ich ausdrücklich zu ihren Gunsten, dasses sich bei diesen Veröffentlichungen um selbst geschriebene Mails handeln würde – also nicht um Mails, die aus dem Aufbruch eines fremden Mailaccounts stammen würden.

Nun aber erschien eine andere Bloggerin auf der Bildfläche, um vermeintlich zu helfen, und verstieg sich zu folgender Aussage:

“BTW, wer den Vorwurf einer “Mailfälscherin” erhebt, ist beweispflichtig. Nicht die mmMailfälscherin muss etwas beweisen, sondern der Ankläger. Es ist nicht rechtens das umzukehren und sie in die Beweispflicht zu nehmen. Egofalle.

Wie dem auch sei, da ich Zeuge bin, dass die Bloggerin keine Mailfälscherin ist, ist das alles sowieso hinfällig.”

Au Backe, da hat die Bloggerin ihrer vermeintlichen Freundin aber einen Bärendienst erwiesen. Und dabei meine ich definitiv nicht den völlig abstrusen Hinweis auf eine angebliche Beweislast, sondern die zeugenschaftliche Bestätigung, dass es sich bei den ins Netz gestellten privaten Mails nicht um selbst erstellte und der anderen Bloggerin nur untergeschobene Mails handele, sondern tatsächlich um solche, die von dieser anderen Bloggerin geschrieben worden sind. Für Letzteres, also die Veröffentlichung von Mails aus einem “geknackten” Mailaccount, will sie ja nun als Zeugin fungieren ...

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