Quellenangaben? Auch beim Bund der Steuerzahler wohl überbewertet... Hauptsache "die Presse" ist gut!

In den letzten Tagen machte eine Agenturmeldung (dpa/tmn) des Steuerzahlerbundes die Runde (vgl. hier, hier oder sogar hier). Der Abdruck bzw die Veröffentlichungen sind natürlich identisch (sogar mit Typo)
Die Kosten für die Betreuung eines Haustieres können steuerlich geltend gemacht werden. "Entsprechende Ausgaben werden als haushaltsnahe Dienstleistungen anerkannt", erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Fallen für die Haustierbetreuung Kosten an, können man sie steuerlich geltend machen. "Denn rechtlich werden Tiere wie Sachen behandelt", sagt Anita Käding. Voraussetzung sei aber, dass die Leistung im Haushalt des Steuerpflichtigen vorgenommen wird.
Aha. Inhaltlich ist dem nichts hinzuzufügen. Nun kann man also "Gassi gehen lassen" auch von der Steuer "absetzen". Gut, genau das wohl nicht. Aber darum geht es auch nicht. Der Gesetzgeber (Zweites Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt v. 23.12.2002) hat einfach mit § 35a EStG einen Papiertiger von Lenkungsnorm geschaffen. In den Fachkommentaren gibt es hierzu das übliche "ABC der begünstigten und nicht begünstigten Sachverhalte" die vom Chauffeur (nicht begünstigt) bis zur Taubenabwehr (wohl doch) reichen. Haustierbetreuung hatte indes noch niemand auf dem Plan ...Zum vollständigen Artikel

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