Ablauf der Vergabe von Medienrechten in der Bundesliga

Wer Interesse am Erwerb der Bundesliga-Rechte hat, muss sein Angebot bis zum 2. April 2012 bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) einreichen. Zuvor hatte das Kartellamt grünes Licht für die Zentralvermarktung unter bestimmten Kriterien gegeben. Es geht dabei um die Rechteperiode 2013/14 bis 2016/17. Hier nun ein vereinfachter Überblick über den Ablauf des Verfahrens und die Akteure.

I. Um was geht es eigentlich?

Es geht über die Übertragunsrechte der 1. und 2. Bundesliga. Dabei werden grundsätzlich werden drei Übertragungswege unterschieden: Broadcast (Pay- und Free-TV), Netcast I (IPTV) und Netcast II (Web- und Mobil-TV). Es stehen insgesamt 19 Rechtepakete und sechs Rechtepaketbündel zur Auswahl. Im Detail sehen die Rechtepakete verschiedene Szenarien vor. Diese alle aufzuzählen sprengt hier aber den Rahmen, ein genauer Überblick hier.

II. Der Ablauf des Verfahrens

Theoretisch kann es zu zwei Bieterrunden kommen. Zunächst gibt es eine sogenannte „Vorbehaltspreis-Auktion“. Dort legt die DFL für alle Rechtepakete und Rechtepaketbündel Preise fest, welche weder öffentlich noch gegenüber den Interessenten bekannt gegeben werden. Wird ein Angebot abgegeben, dass den Vorbehaltspreis erreicht oder überschreitet, nimmt der Ligavorstand das entsprechende Angebot an. Wird dagegen mehr als ein Angebot abgegeben, das den Vorbehaltspreis erreicht oder überschreitet, kommt es zu einer zweiten Bieterrunde. Dies geschieht auch in dem Fall, dass kein abgegebenes Angebot den Vorbehaltspreis erreicht.

Kommt es zu der zweiten Runde legt die DFL sogenannte „Reservationspreise“ fest. Diesmal muss das höchste Angebot angenommen werden, wenn das zweithöchste Angebot für dasselbe Rechtepaket oder Rechtepaketbündel mehr als 20 Prozent geringer ist. Ist die Differenz weniger als 20 Prozent, liegt die Entscheidung über die Annahme im Ermessen des Ligavorstands ...

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