1 Kind, 2 Väter, 5 Verfahren und (k)ein gutes Ende?

Heirat Februar 1974, Geburt des Kindes Juli 1974.

Am 08.09.2003 erfährt der Ehemann, dass er nicht der Vater des Kindes ist.

Anstatt nun eine Vaterschaftsanfechtungsklage (nach damaligem Recht gegen das Kind zu richten) zu erheben, kommen er bzw. sein Anwalt auf die merkwürdige Idee, den biologischen Vater mit dem Antrag zu verklagen, festzustellen, dass dieser der Vater des Kindes sei. Das Gericht hält diese Klage (erstaunlicherweise) für zulässig und nach Einholung eins SV-Gutschachtens auch für begründet. Der beklagte biologische Vater nimmt die Berufung gegen dieses Urteil zurück!

In einer nachfolgenden Personenstandssache entschied das OLG München am 2. Mai 2006 dann prompt (und richtig), dass die Eintragung eines entsprechenden Randvermerks im Geburtenbuch des Standesamts unterbleibt, weil der Streitgegenstand des rechtskräftigen Feststellungsurteils kein Statusverfahren betreffe und die Entscheidung in diesem Umfang nur zwischen den Parteien wirke.

Dann Klage gegen die Mutter auf Schadensersatz - abgewiesen.

Nun erst (Januar 2007) Vaterschaftsanfechtungsklage gegen das Kind - abgewiesen, weil die zweijährige Anfechtungsfrist, die September 2003 begann, abgelaufen ist ...

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