Verdachtskündigung wegen Fahrscheinmanipulation

Die außerordentliche Kündigung eines Mitarbeiters ist dann rechtswirksam, wenn nach der Sachlage eine ganz überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür spricht, dass der Arbeitnehmer die Verfehlung (hier die erfolgten Fahrscheinmanipulation) begangen hat. Eine Täterschaft des Arbeitnehmers muss hierfür nicht nachgewiesen werden.

So hat das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg im Fall eines Mitarbeiters der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) entschieden, der verdächtigt worden ist, unbefugt Fahrscheine herzustellen und zu vertreiben. Der Arbeitnehmer war mit der Verwaltung von Fahrscheinen für die externen Verkaufsstellen der BVG beschäftigt. Die Verkaufsstellen erhalten Blankofahrscheinrollen, mit denen sie Fahrscheine ausdrucken können. Restrollen werden an die BVG zurückgegeben und in einem Tresor verwahrt. Für die Mitarbeiter der Verkaufsstellen besteht die Möglichkeit, in einem besonders gesicherten Schulungsraum die Herstellung der Fahrscheine zu trainieren ...

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