Vatikan: Offizielle Biographien von Kardinälen bei Wikipedia abgekupfert

Eine ganze Reihe von Biographien von Kardinälen, die einer Pressemeldung des Vatikans beigelegt worden waren, haben sich als aus der italienischen Version der Wikipedia abgekupfert erwiesen. Peinlich für die Presseabteilung des kleinsten Staates der Welt, aber auch ein Beleg dafür, wie beliebt das freie Online-Lexikon mittlerweile ist.

„Etwas zu guttenbergen“ ist bei Schülern zum geflügelten Wort geworden und bedeutet, etwas abzuschreiben, z.B. die Hausaufgaben. Nach dem der Namensgeber dieser Redensart nicht die einzige bekannte Persönlichkeit geblieben ist, der man nachweisen konnte, es bei der Verwendung von Quellen und Zitaten nicht genau genug mit den erforderlichen Hinweisen auf die Herkunft genommen zu haben, sind offenbar einige Leute sensibel für Plagiate geworden: Dem italienischen Blogger Sandro Magister war aufgefallen, dass die Lebensläufe von 22 frischgebackenen Kardinälen, deren Ernennung mit der Pressemeldung bekannt gegeben wurde, komplett aus der Wikipedia stammten.

Vatikan entschuldigt sich für Schluderei

Offenbar gibt es sogar im Vatikan hin und wieder Hektik. Frederico Lombardi, der Sprecher des Vatikans, entschuldigte den Fauxpas nämlich damit, dass er und sein Team zu spät über die Liste der Kardinäle informiert worden waren ...

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