US-Behörden hacken private E-Mail-Konten von Mitarbeitern!

Dass die USA es mit dem Datenschutz nicht immer ganz so genau nehmen und sich gerne mal Informationen beschaffen, die in irgendeiner Art und Weise nützlich sein können, ist bekannt.

Aber was jetzt an die Öffentlichkeit gelangte, lässt einen doch am Verstand der US-Behörden zweifeln…

Private Gmail-Konten gehackt

Durch einen Artikel der Washington Post vom Januar wurde bekannt, dass die US-Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) Spionagesoftware installiert und die privaten Gmail-Konten von eigenen Wissenschaftlern gehackt hat.

Hintergrund soll gewesen sein, dass die Behörde nicht so ganz einverstanden war mit den Informationen bzw. Warnungen über bestimmte medizinische Geräte, die diese Mitarbeiter, die zu den Spitzenwissenschaftlern der Behörde gehörten, an den US-Kongress weitergegeben haben bzw. weitergeben wollten. Die Mitarbeiter wurden fristlos entlassen.

Spy-Software der FDA

Die Wissenschaftler haben nun Anzeige erstattet – wegen „internal harassment“, also interner Schikanierung und ungerechtfertigter Entlassung.

Die Wissenschaftler hatten ihre Warnungen an den Kongress weitergeben wollen – Whistleblowing also, welches die FDA mit allen Mitteln verhindern wollte, wie Naturalnews berichtet. Somit fing man die E-Mails einfach ab, überwachte sie und las mit. Und damit nicht genug:

„Die Beschwerde zeigt im Einzelnen auf, wie die FDA über zwei Jahre hinweg ihre Angestellten mit verdeckter Spionage verfolgt hat“,

berichtet die Website whistleblowers.org.

FDA sucht nach Erklärungen

Laut einem aktuellen Artikel der Washington Post äußerte sich auch die FDA zu den Vorwürfen. Man habe Behauptungen nachgehen wollen, dass Mitarbeiter vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit gegeben hätten. Eine schwache Ausrede bei dem Ausmaß der Überwachung: diese soll schon 2009...

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