Halbfinale des DFB-Pokals: Borussia gegen Bayern – Der Kampf um die Tickets und der Schwarzmarkthandel

Seit langem ist den Vereinen der Bundesliga aus verschiedensten Gründen der Weiterverkauf der Tickets ein Dorn im Auge. Dementsprechend haben sie in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Bestandteil des zwischen dem Verein und dem Kartenkäufer geschlossenen Kaufvertrages werden, Regelungen aufgenommen, die es z.B. dem jeweiligen Ticketinhaber untersagen, die Tickets über Internetauktionen oder sonstige Internetmarktplätze zum Verkauf anzubieten.

Die Erfahrung zeigt hingegen, dass dieses Verbot nicht eingehalten wird. So finden sich viele Angebote von privaten Verkäufern bei eBay und noch mehr Angebote auf gewerblichen Ticketbörsen etwa Seatwave, Bundesligakarten.de und Viagogo. Dort werden Tickets für längst ausverkaufte Spiele zu völlig überhöhten Preisen angeboten.

Daher gehen Vereine vermehrt sowohl gegen private als auch gegen gewerbliche Anbieter juristisch vor, so dass inzwischen eine ganze Fülle an Gerichtsentscheidungen hierzu existiert:

Der Bundesgerichtshof entschied z.B. im September 2008 (I ZR 74/06), dass der Verein (es ging um den Hamburger SV) den gewerblichen Handel mit Eintrittskarten nur dann untersagen kann, wenn der betroffene gewerbliche Anbieter diese direkt vom Verein oder seinen Vertriebsorganisationen bezogen hat. Nicht untersagt werden kann der Handel nach dem BGH hingegen, wenn die gewerblichen Anbieter die Karten über Suchanzeigen oder andere Dritte erwerben. Eine ähnliche Entscheidung existiert hinsichtlich des Vereins Borussia Dortmund aus Februar 2010 (LG Dortmund, 13 O 46/08).

Das LG Mainz (3 S 220/06) untersagte einem Dauerkarteninhaber in einer Entscheidung aus dem Jahre 2007, das Ticket in einer Internetauktion zu verkaufen und legte die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Vereins als wirksam zugrunde ...

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