Beratungshilferesistent

Ich möchte mal wissen, wer diese Schikaneverordnung ins Leben gerufen hat. Sozial schwache Menschen können bekanntlich Beratungshilfe in Anspruch nehmen. De facto kommen sie zum Anwalt, lassen sich beraten und weisen ihre Bedürftigkeit durch einen Bescheid über die Einkommensverhältnisse nach. Der Anwalt beantragt dann beim Amtsgericht die Beratungshilfe und wird von dort “bezahlt”.

Satte 30€ bekommt man für eine strafrechtliche Beratung, dazu nochmal 10€ vom zu Beratenden. Wahnsinn. Wenn man den Anspruch hat, ernsthaft zu beraten, dann ist das ein ganz, ganz dickes Minusgeschäft, denn Löhne, Miete, Papier etc bezahlt sich davon nicht. Aber ich will nicht meckern, Stichwort: Querfinanzierung.

Dennoch ist es ganz offensichtlich Politik der Amtsgerichte, selbst diese Almosen noch von dem Bestehen eines bürokratischen Hindernislaufs abhängig zu machen. In 90% aller Fälle kommen nämlich Nachfragen. Mal zu den Einkommensverhältnissen, mal zu dem Gegenstand der Beratung, manchmal dazu, dass der gute Mandant sich ja auch woanders günstiger hätte beraten lassen müssen (geiler Geiz und so…) ...

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