“Vorführung bei Gericht” oder “Gericht vorgeführt”?

Mit manchen Verfahren ist es wie verhext: Eine Straftat wird angezeigt. Verschiedene Zeugen und der mutmaßliche Geschädigte melden sich bei der Polizei und schildern in Kurzform ihre Wahrnehmungen.

Auf den ihm später zugesandten Zeugenfragebogen reagiert der mutmaßliche Geschädigte bereits nicht mehr. Er ist angeblich kein Kind von Traurigkeit und “polizeibekannt”, dies auch wegen teils schwerwiegender Delikte.

Es wird dennoch Anklage erhoben, schließlich kann das Gericht das dortige Erscheinen des mutmaßlich Geschädigten erzwingen.

Im ersten Termin läßt sich der mutmaßlich Geschädigte indes (erwartungskonform?) nicht blicken. Ein weiterer Zeuge bleibt der Hauptverhandlung ebenfalls fern. Der Angeklagte bestreitet die Tat vehement und schildert einen in entscheidenden Punkten abweichenden Sachverhalt, der zudem kein gutes Licht auf den mutmaßlich Geschädigten wirft und durchaus als Erklärung taugt, aus welchem Grund dieser lieber nicht aussagen möchte ...

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