Sozialgericht Detmold: Verletztenrente wegen psychischer Folgen nach Hepatitisinfektion

Infiziert sich ein Arbeitnehmer während seiner Berufstätigkeit mit Hepatitis, muss die Berufsgenossenschaft (BG) auch die psychischen Folgen als Berufskrankheit mitberücksichtigen. Selbst wenn das Hepatitis-Virus nach einer Therapie im Körper nicht mehr nachweisbar ist, können anhaltende psychische Schäden dennoch eine Verletztenrente begründen, entschied das Sozialgericht Detmold in einem am Montag, 13.02.2012, bekanntgegebenen Urteil (AZ: S 14 U 161/09).

Im konkreten Fall hatte sich eine Medizinisch-Technische Laborassistentin bei ihrer Arbeit im Krankenhaus mit Hepatitis B und Hepatitis C angesteckt. Die chronische Leberentzündung kann zu einer Leberzirrhose und Leberkrebs führen.

Die BG erkannte die Infektion als Berufskrankheit an. Seit Dezember 1993 erhielt die Frau wegen ihrer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 20 Prozent eine Verletztenrente ...

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