Krankenkasse muss ggfs Premium-Hörgerät bezahlen

Schwerhörige müssen sich von ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht immer mit Standard-Hörgeräten abspeisen lassen. Denn sind sie auf ein hochwertiges Hörgerät zum Ausgleich ihres Hörverlustes angewiesen, muss die Krankenkasse die Versorgung damit grundsätzlich sicherstellen, bekräftigte das Sozialgericht Detmold in einem am Montag, 13.02.2012, bekanntgegebenen Urteil (AZ: S 5 KR 97/08). Es spiele dabei keine Rolle, wenn Krankenkassen und Akustiker sich auf niedrigere Festpreise für Standard-Geräte geeinigt haben.

Im Streitfall benötigte ein 45-jähriger Mann ein neues Hörgerät. Er war seit seiner Kindheit am rechten Ohr ertaubt, am linken Ohr lag eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit vor. Von seinem Hörgeräte-Akustiker wurden ihm zwei Geräte zum Vertragspreis der Krankenkasse in Höhe von jeweils 648,40 € angeboten.

Doch im Test stellte der Versicherte fest, dass bei einer geräuschintensiven Umgebung ein richtiges Hören und damit eine Verständigung nicht möglich war. Einen besseren Ausgleich seiner Schwerhörigkeit konnte allein ein hochwertiges Hörgerät zum Preis von 1.820,00 € gewährleisten.

Die Krankenkasse lehnte die volle Kostenübernahme ab ...

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