Ablauf einer Bundesligasperre

Andreas Ottl von Hertha BSC Berlin wurde heute vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für drei Spiele gesperrt. Der Mittelfeldspieler hatte in Stuttgart seinen Gegenspieler Tamas Hajnal von hinten gefoult und war daraufhin von Schiedsrichter Deniz Aytekin wegen rohen Spiels des Feldes verwiesen worden. Hier stellt sich die Frage, wie eine solche Sperre durch das Sportgericht eigentlich abläuft.

I. Aufbau der Sportgerichtsbarkeit des DFB

Um den Aufbau der Sportgerichtsbarkeit des DFB vereinfacht darzustellen, bedarf es nur weniger juristischer Grundkenntnisse. Wichtig ist zunächst: Was ist der DFB überhaupt?

Der DFB ist nach § 1 I DFB-Satzung „die Vereinigung der Landesverbände, Regionalverbände und des Ligaverbandes, in denen Fußballsport betrieben wird.“ Nach § 1 Abs. 2 DFB-Satzung ist der DFB ist ein eingetragener Verein i.S.d. § 21 BGB. § 25 BGB erlaubt es, einem Verein i.S.d. § 21 BGB, seine Verfassung durch Vereinssatzung zu bestimmen. Aus dieser Autonomie wird die Befugnis zur Errichtung von sog. Nebenordnungen hergeleitet. Wichtigste Rechtsgrundlagen sind deswegen die Satzung des DFB und die sogenannten Rechts- und Verfahrensordnungen des DFB (RuVO-DFB).

II. Kontrollausschuss: Wie fängt alles an?

Am Anfang aller Strafen steht der sogenannte „Kontrollausschusses des DFB“. Dieser gehört nach § 19 Nr. 3 DFB-Satzung zu den Einrichtungen des DFB. Seine Funktion ist in § 50 Nr ...

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