60.000 Euro Schwarzbau-Bußgeld

Der Rohbau steht, das umstrittene Dach wurde abgetragen, und der Bau ist 60.000 Euro teurer geworden: So hoch ist das Bußgeld, das der Bauherr eines „Mehrgenerationen-Hauses“ am Würzburger Stadtrand wegen seiner Verstöße gegen die Baugenehmigung bezahlen muss. Der 46-jährige Zahntechniker-Meister hatte zwar Einspruch gegen den Bußgeldbescheid der Stadt eingelegt, nahm diesen nach einstündiger Verhandlung vor dem Würzburger Amtsgericht aber wieder zurück.

Streit um das in der Domstadt als „Schwarzbau-Villa am Hexenbruch“ bekannte Bauwerk gibt es seit mehreren Jahren: 2006 wurde das Mehrgenerationen-Haus genehmigt, 2007 begann der Bau. Im Frühjahr 2009 wurden die Bauarbeiten von der Bauaufsicht eingestellt, weil sich Bauherr und Architekt in mehreren Punkten über die Genehmigung hinweg gesetzt und gegen die Bayerische Bauordnung und das Naturschutzgesetz verstoßen hatten.

Jedes der drei Geschosse wurde höher gebaut als ursprünglich geplant, das Haus bekam ein Satteldach, ein Schwimmbecken wurde an anderer Stelle und größer ausgeführt als genehmigt, mehrere Bäume wurden verbotenerweise abgeholzt. Der Bauherr räumte vor Gericht sämtliche Verstöße ein. Bei ihm klang die Sache so: „In der Bauphase hat sich einiges entwickelt. Das Haus wurde ein bisschen höher, die Fenster etwas breiter ...

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