Schmerzensgeld für den Verlust eines Auges

Für den Verlust des rechten Augapfels bei einer tätlichen Auseinandersetzung hat jetzt das Oberlandesgericht Koblenz ein Schmerzensgeld in Höhe von 27.000,- € zugesprochen.

In dem hier entschiedenen Fall begehrt das klagende Opfer von dem beklagten Ehepaar Schmerzensgeld wegen einer tätlichen Auseinandersetzung, die sich im November 2006 in einer Wohnung in der Mainzer Neustadt ereignete. Zwischen den bereits zuvor zerstrittenen Parteien kam es zu einem heftigen Wortwechsel und schließlich zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Der genaue Verlauf ist zwischen den Parteien streitig. Jedenfalls erlitt der Kläger in dieser Situation eine erhebliche Verletzung am rechten Auge, das drei Monate später sogar entfernt werden musste. Seither muss er mit einer Glasprothese leben.

Der Kläger behauptet, infolge von Schlägen der Beklagten sei zersplittertes Glas seiner Brille in sein rechtes Auge gelangt, wodurch die folgenschwere Augenverletzung verursacht worden sei. Die Beklagten räumen zwar ein, den Kläger in das Gesicht geschlagen zu haben. Sie berufen sich aber auf Notwehr, da der Kläger zuerst die Beklagte angegriffen habe und die Schläge zu ihrer Verteidigung erforderlich waren. Außerdem sei die Verletzung am Auge nicht durch ihr Verhalten verursacht worden.

Zwischenzeitlich ist der Beklagte, der nach dem Vortrag des Klägers den wesentlichen Schlag gesetzt haben soll, in dem gegen ihn geführten Strafverfahren freigesprochen worden ...

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