Augen auf beim Wohnungskauf!

Der Berliner Immobilienmarkt boomt, immer mehr Mietwohnungen werden in Wohnungseigentum umgewandelt um sie gewinnbringend zu veräußern. Die verbleibenden Mietobjekte werden teurer – was selten und begehrt ist, ist teuer! Teuer werden kann auch der Erwerb einer Eigentumswohnung z.B. im inzwischen beliebten Szeneviertel Neukölln, wo etliche verfallene Mietshäuser flugs zu lukrativen Kaufobjekten werden. Teilweise werden Wohnungen zu günstig erscheinenden Preisen angeboten und die potentiellen Kaufinteressenten fühlen sich zu schnellem Handeln verpflichtet, da Verkäufer/Makler häufig Sätze benutzen wie: „Die Mehrzahl der Wohnungen ist bereits verkauft, es gibt viele Interessenten, Sie müssten sich zügig entscheiden, wenn Sie ein gutes Geschäft abschließen wollen.“ u.ä. Formulierungen, die dem potentiellen Käufer suggerieren sollen, dass es in Kürze nichts mehr gibt und er das Nachsehen hat, wenn er nicht schnell handelt.

Bei einer so wichtigen Angelegenheit wie dem Eigentumserwerb an einer Wohnung, der notwendigerweise mit dem Erwerb eines Miteigentumsanteils am Grundstück verbunden ist, will der Gesetzgeber übereiltes Handeln verhindern, weshalb der schuldrechtliche Vertrag über Übertragung und Erwerb des Eigentums an einem Grundstück der notariellen Beurkundung bedarf, vgl. § 311 b Absatz 1 BGB. Der Beurkundungszwang soll die Parteien auf die Bedeutung des Geschäfts hinweisen und vor dem Eingehen übereilter Verpflichtungen oder zu unüberlegten Bedingungen schützen. Er soll zugleich den Beweis der getroffenen Vereinbarungen sichern und die Gültigkeit des Rechtsgeschäfts gewährleisten und eine sachgerechte Beratung der Parteien sicherstellen (Palandt/Grüneberg, Komm. BGB, § 311 b, Rn. 2).

Der Beurkundungsvorgang richtet sich nach den Bestimmungen des Beurkundungsgesetzes ...

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