Teil 1: Betriebliche Altersversorgung, kurz bAV. Was man wissen sollte

Teil 1: Verpflichtung der Arbeitgeber zur betriebliche Altersversorgung, kurz bAV

1. Gesetzlicher Anspruch auf bAV

Unter einer betriebliche Altersversorgung (bAV) versteht man generell Leistungen, die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern zur Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung zusagen. Was viele bis dato immer noch nicht wissen ist, dass seit dem 1.01.2002 Arbeitnehmer generell gemäß § 1 a BetrAVG das Recht auf betriebliche Altersversorgung durch Umwandlung von Entgeltansprüchen in wertgleiche Anwartschaften auf Versorgungsleistung- sogenannte Entgeltumwandlung – haben.

Im Falle der Entgeltumwandlung wird von dem Bruttogehalt der Arbeitnehmer ein Teil dazu verwendet, eine betriebliche Altersversorgung aufzubauen. Arbeitgeber müssen ihren Arbeitnehmern auf Wunsch zwingend die Möglichkeit geben, über den Betrieb für ihr Alter vorzusorgen. Anspruch hierauf haben Vollzeitbeschäftigte, aber auch Teilzeitbeschäftigte, Auszubildende und geringfügig Beschäftigte, solange sie pflichtversichert sind.

2. Wer finanziert die bAV

Es handelt sich hierbei generell um eine arbeitnehmerfinanzierte Versorgung. Arbeitnehmer haben gegen Arbeitgeber zwar Anspruch auf den Abschluss einer bAV, finanziell erwirtschaften die Arbeitnehmer sich diese betriebliche Altersversorgung aber selbst. Die Arbeitgeber müssen sich finanziell hieran nicht beteiligen, hierzu besteht also keine Verpflichtung. Allerdings können Arbeitgeber dies natürlich z.B. im Sinne einer vertraglichen Zusatzleistung.

Entgeltumwandlung bedeutet konkret, dass Arbeitnehmer Teile ihres künftigen Gehalts oder ihrer Sonderzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld) nicht ausgezahlt erhalten, sondern in Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) umwandeln können und so eine Zusatzrente erwirtschaften. Die Entgeltumwandlung wird aus dem Bruttoeinkommen des Arbeitnehmers finanziert, so dass Arbeitnehmer u.U ...

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