Optimistisch: Übernahmen laufen langsam an

Laut einer Umfrage von DLA-Piper laufen Übernahmen langsam an. Die Stimmung auf dem europäischen Markt für kreditbasierte Übernahmefinanzierungen ist aufgrund der schwachen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2011 zwar noch von Vorsicht geprägt, aber grundsätzlich optimistisch für das laufende Jahr. Dies ergab eine aktuelle Umfrage der internationalen Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper unter 100 einflussreichen Marktteilnehmern.

Die dritte Auflage des jährlichen „European Acquisition Finance Debt Report” zeigt, dass die Marktliquidität wegen der Schuldenkrise im Euroraum sowie der daraus folgenden gestiegenen aufsichtsrechtlichen Auflagen und dem höheren Risikobewusstsein eingeschränkt bleibt. Vier Fünftel der Befragten gehen davon aus, dass das Liquiditätsniveau nicht mehr den Stand vom September 2007 erreichen wird.

Der wirtschaftliche Einfluss der im Vorjahr beobachteten volatilen Marktbedingungen spiegelt sich in den für 2012 zu erwartenden Veränderungen der Kapitalstrukturen wider. So hat sich der Anteil der Befragten, die bei Transaktionen künftig einen Eigenkapitalanteil von mindestens 50% am erforderlichen Gesamtkapital erwarten, im Vergleich zum Vorjahr auf 37% verdreifacht.

Die höchste Aktivität bei kreditfinanzierten Übernahmen erwarten die befragten Marktteilnehmer in den Bereichen Unternehmens- und Fachdienstleistungen (19,3%), Gesundheit (15,5%), Telekommunikation/Medien/Technologie (13,2%) und verarbeitendes Gewerbe (13%) sowie im Energie- und Rohstoffsektor (11,4%).

Knapp ein Drittel der Befragten (29%) geht davon aus, dass Refinanzierungsgeschäfte den Markt beherrschen werden, da in den kommenden zwei Jahren hohe Fälligkeiten zu restrukturieren sind ...

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