Zukunft des Augustiner-Hochhauses wieder offen

Seit fast sieben Jahren steht das ehemalige Würzburger Ämterhochhaus in der Augustinerstraße einsam und eingerüstet vor sich hin. Seit September (wir berichteten) ist bekannt, dass der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München den Bebauungsplan für den geplanten Nachfolge-Bau mit dem ungewöhnlichen Namen „Tricyan Tower“ (ein Begriff aus der Naturheilkunde) wegen Verfahrensfehlern für unwirksam erklärt hat. Jetzt hat der 9. Senat des VGH den Beteiligten die schriftliche Urteilsbegründung zukommen lassen, und die Diskussion um die Zukunft des Augustiner-Hochhauses ist wieder in vollem Gange.

Rechtsanwalt Jochen Hofmann-Hoeppel, der für die Eigentümer eines benachbarten Gebäudes und finanziert durch den Verschönerungsverein Würzburg (VVW) in München erfolgreich gegen den Bebauungsplan geklagt hat, lässt keinen Zweifel daran, wer aus seiner Sicht die entscheidenden Fehler gemacht hat: „Die Prüfung der Probleme, die sich aus der Aufstellung des Bebauungsplans ergeben haben, hätte die Stadt nicht in ein späteres Verfahren verlegen dürfen.“ Drei Kellergeschosse sollte der Neubau bekommen, die Auswirkungen einer rund zehn Meter tiefen Baugrube auf das Grundwasser wollte die Stadt aber erst im Rahmen der Baugenehmigung prüfen. Das gefiel den VGH-Richtern ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Stadt laut Urteilsbegründung „die Bedeutung des Denkmalschutzes grundlegend verkannt hat“.

Die Stadt kann gegen die Entscheidung entweder Beschwerde zum Bundesverwaltungsgericht einlegen oder einen neuen Bebauungsplan aufstellen ...

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