Zahl der NSU-Beschuldigten könnte sich verdoppeln

Generalbundesanwalt Range im SWR-Interview

Sehr aufwendig seien die Ermittlungen gegen den “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU) betonte Generalbundesanwalt Range noch am vergangenen Samstag im SWR2 Interview der Woche. “Sorgfalt geht vor Schnelligkeit”, betonte Range. Nun stellt sich heraus: Die Zahl der Unterstützer des “NSU” könnte sich noch wesentlich erhöhen. Bislang sind 12 Personen als mutmassliche Unterstützer “Beschuldigte” im strafrechtlichen Sinne. Doch diese Zahl könnte sich verdoppeln, höre ich aus Ermittlerkreisen. “Ein Puzzlespiel aus Beweisen” nennt Generalbundesanwalt Range die NSU-Ermittlungen. Das Interview mit ihm gibt es hier in Schriftform.

Holger Schmidt: Herr Range, Sie sind am 17. November 2011 als Generalbundesanwalt in einer extrem turbulenten Zeit gestartet. Erst wenige Wochen zuvor hat Ihre Behörde die sehr komplexen Ermittlungen zu Brandanschlägen auf Bahnanlagen in Berlin übernommen. Und wenige Tage vor Ihrer Amtsübernahme zeichnete sich ab, dass mit dem Terrortrio des “Nationalsozialistischen Untergrunds” eine bis dahin völlig unvorstellbare Situation eingetreten ist, dass wir nämlich Rechts-Terrorismus in Deutschland haben. Wie startet man mit solchen Vorzeichen in eine neue Aufgabe?

Harald Range: Ich bin in diese neue Aufgabe eigentlich mit großer positiver Erwartung gestartet und auch die Verfahren, die sich ja schon, wie Sie sagen, andeuteten, sind durchaus etwas, wo ich sehr gerne die Verantwortung übernehme und mitarbeite.

Holger Schmidt: Aber, ist da nicht auch dann großer Respekt, wenn man sieht wie komplex so viele Fälle sind und eigentlich alles neu ist?

Harald Range: Ja, aber das Neue scheue ich nicht. Im Gegenteil! Das ist für mich eine Herausforderung und ich sehe in dem Neuen nicht ein Problem, sondern immer eine Chance ...

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