SG Hamburg zu Beitragsansprüchen der Sozialversicherungsträger gegen Zeitarbeitsunternehmen

Nachdem das BAG mit Beschluss vom 14.12.2010 (1 ABR 19/10, NZA 2011, 289) die Tarifunfähigkeit der CGZP festgestellt hat, haben die Sozialversicherungsträger begonnen, bei den Zeitarbeitsunternehmen Sozialversicherungsbeiträge nachzufordern.

"Entstehungsprinzip" statt "Zuflussprinzip"

Dabei gehen sie mit der langjährigen Rechtsprechung (BVerfG vom 11. 9. 2008 – 1 BvR 2007/05, NZS 2009, 209; BSG vom 14. 7. 2004 – B 12 KR 1/04 R, BSGE 93, 119, 123 = NZS 2005, 538; BGH vom 2. 12. 2008 – 1 StR 416/08, BGHSt 53, 71, 78 = NJW 2009, 528) davon aus, dass die Beitragsansprüche unabhängig davon entstehen, ob den Arbeitnehmern das objektiv geschuldete Entgelt tatsächlich zufließt oder nicht ("Entstehungsprinzip" im Gegensatz zu dem im Steuerrecht geltenden "Zuflussprinzip"). Dementsprechend seien auch die auf der Basis des "equal pay"-Grundsatzes (§ 9 Nr. 2 AÜG) geschuldeten (Differenz-)Entgelte zu verbeitragen, auch wenn sie arbeitsrechtlich bereits verfallen oder verjährt sind oder von den Arbeitnehmern nicht geltend gemacht werden ...

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