Pflegestufe abgelehnt – Was tun?

Für viele Betroffene ist es eine entsetzliche Erkenntnis: Lange Zeit haben Sie einen geliebten Verwandten gepflegt, bis schließlich der Zeitpunkt kommt, an dem es mit eigenen Mitteln nicht mehr zu schaffen ist. Professionelle Hilfe muss her, eine Pflegestufe wird beantragt.

Einige Tage nach dem ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) einen Hausbesuch gemacht hat, kommt dann häufig der Schock: Pflegestufe abgelehnt!

Hier heißt es, nicht zu verzagen. Viele der sogenannten Gutachten des MDK sind fehlerhaft. Die Pflegekasse richtet sich aber in der Regel nur nach diesen Gutachten. Deshalb sollte gegen einen ablehnenden Bescheid sofort Widerspruch eingelegt werden. Mit Einlegen des Widerspruchs sollte auch direkt das MDK-Gutachten bei der Pflegekasse angefordert werden. Dieses Gutachten wird oft von der Pflegekasse nicht zusammen mit dem Bescheid übersandt. Um den Widerspruch begründen zu können, ist es aber notwendig, das vollständige Gutachten zu kennen. Nur so können dessen Fehler aufgedeckt werden.

Einige typische Fehler in den entsprechenden Gutachten:

Das MDK-Gutachten gibt nur eine „Momentaufnahme“ wieder. Der MDK-Besuch ist meistens sehr kurz, selten länger als 30 Minuten. In der Regel können während dieser Zeit gar nicht alle Pflegemaßnahmen realistisch erfasst werden. Außerdem empfindet der Pflegebedürftige den MDK-Besuch häufig als eine Art Prüfung, die es zu bestehen gilt. Dem entsprechend mobilisiert er Ressourcen und die eigene Situation wird – unbewußt – besser dargestellt, als es dem Alltag entspricht ...Zum vollständigen Artikel


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