Filesharing – “Sekundäre Darlegungslast”

Das Landgericht Hamburg (LG Hamburg, Urteil vom 05.03.2010, Az. 308 O 691/09) hat in einer Entscheidung von Anfang März des laufenden Jahres die Inhaberin eines Internet-Anschlusses als Störer angesehen, nachdem die hanseatischen Richter es für erwiesen angesehen haben, dass es hierüber zu einer Urheberrechtsverletzung gekommen ist.

ZUR VORGESCHICHTE

Über eine Tauschbörse (Peer-to-Peer-Netzwerk) sei ein Computerspiel heruntergeladen worden und anderen zur Verfügung gestellt worden.

Zunächst hatte die Antragsgegnerin auf eine Abmahnung hin die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgegeben. Der Inhaber der Urheberrechte hat sodann eine einstweilige Verfügung erwirkt. Gegen diese wurde Widerspruch eingelegt, so dass das Landgericht über die rechtmäßig der einstweiligen Verfügung entscheiden musste.

DAS VORBRINGEN ZUR VERTEIDIGUNG

Die Antragsgegnerin trug vor, es habe zu keinen Verletzungen über Ihren Internetanschluss kommen können, da verschiedene Sicherungsmaßnahmen ergriffen worden seien. So würde der Anschluss nur von ihr selbst und von ihrem Ehemann benutzt, wobei für beide persönliche Benutzerkonten angelegt worden seien. Zudem habe man technische Sicherungsmaßnahmen in der Form von Virensoftware und einer Firewall umgesetzt.

Des Weiteren legten die Antragsgegnerin und auch ihr Ehemann jeweils eine eidesstattliche Versicherung vor. Sie gab darin an, ihren Mann bei der Installation des Anschlusses belehrt zu haben, keine Tauschbörsen zu nutzen. Das Netzwerk sei nur über ein Kabel mit dem Rechner verbunden und Sie habe keine Tauschbörsen installiert oder benutzt. Das streitgegenständliche PC-Spiel sei ihr nicht bekannt und habe sich nach ihrer Kenntnis nie auf ihrem Computer befunden.

Ihr Mann versicherte, auch er habe keine Kenntnis von der streitgegenständlichen Datei gehabt ...

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