Begrenzter Rentenanspruch für jüdische Ghetto-Arbeiter bestätigt

Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel hat die Begrenzung des Rentenanspruchs von jüdischen NS-Opfern für ihre geleistete Ghetto-Arbeit bestätigt. Jüdische NS-Opfer, deren Rentenantrag rechtskräftig abgelehnt wurde, können nach einer späteren Korrektur nur für maximal vier Kalenderjahre rückwirkend eine Rentennachzahlung erhalten, urteilte der 5. Senat des BSG (AZ: B 5 R 76/11 R, B 5 R 42/11 u. a.). Damit liegt der Senat auf gleicher Linie, wie der ebenfalls für das Rentenrecht zuständige 13. Senat des BSG. Dieser hatte am Vortag ähnliche Urteile gefällt.

In den verhandelten Streitfällen hatten jüdische NS-Opfer von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Rheinland für ihre Ghetto-Arbeit Rentenzahlungen beantragt. Nach dem Ghetto-Renten-Gesetz (ZRBG) werden diese Zahlungen rückwirkend ab Juli 1997 gewährt, vorausgesetzt der Rentenantrag wurde bis Ende Juni 2003 gestellt. Die Kläger hielten die Frist zwar ein, dennoch wurde ihr Rentenantrag abgelehnt, da der Nachweis für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht erbracht war.

Als das BSG 2009 die Hürden für die Ghetto-Rente senkte, ließen die Kläger ihren zuvor abgelehnten Rentenbescheid erneut überprüfen. Nun gewährte die DRV zwar eine Ghetto-Rente – rückwirkend wurde diese jedoch nur für vier Kalenderjahre gewährt. Die NS-Opfer forderten jedoch Rentennachzahlungen ab Juli 1997, schließlich hätten sie dafür ja auch gearbeitet, so die Kläger.

Der 5 ...

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