Razzia bei der Uniklinik Düsseldorf – Arzt soll sechsstelligen Betrag falsch abgerechnet haben

Ohne Vertrauen läuft rein gar nichts. Das gilt ganz besonders für das Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Schließlich ist es der Kranke, der dem Mediziner intimste Dinge offenbart und auf seine Hilfe setzt. Vor diesem Hintergrund hinterlässt die Schlagzeile „Ermittlungen gegen Arzt der Uniklinik“ – ob gewollt oder nicht – beim Leser einen schalen Beigeschmack. Auch wenn das Wort „Ermittlungen“ mitnichten bedeutet, dass irgendeine mehr oder weniger strafbare Handlung mit Fakten unterfüttert und somit bewiesen ist.

Aber der Reihe nach. Es geht mal wieder – wie schon einige Male in diesem Blog – um eine Razzia. Diesmal waren Ermittler des Landeskriminalamtes NRW sowie Leute von der Staatsanwaltschaft im Düsseldorfer Universitätsklinikum (Vorstandsvorsitzender: Wolfgang H.-M. Raab) zugange. Weil ein leitender Arzt der Kieferklinik knapp sechs Jahre lang medizinische Leistungen gegenüber Patienten falsch abgerechnet haben soll.

Konkret wird ihm vorgeworfen, Behandlungen in Rechnung gestellt zu haben – es geht um einen sechsstelligen Euro-Betrag -, die nicht er, sondern andere Ärzte vorgenommen hatten. Dabei gilt doch im Bereich der Abrechnung medizinischer Leistungen der Grundsatz der persönlichen Leistungserbringung! Das heißt: Die Behandlungen, die zum Beispiel hierarchisch unter dem leitenden Arzt stehende Mediziner vorgenommen hatten, darf „der Chef“ nicht abrechnen.

Bei der Suche nach Beweismaterial durchkämmten die Ermittler auch die Wohn- und Praxisräume des leitenden Mediziners. Sein Name? Bislang nicht herauszukriegen ...

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