Machtverhältnisse – Verlage und der Buy-Out

Vermehrt bedienen sich Verlage zur Befüllung ihrer Medien der Leistungen freier Autoren. Das kostengünstige Outsourcing wird jedoch von den beteiligten Verlagsabteilungen gerne bis zur Spitze getrieben.

Zu geringsten Sätzen werden Reportagen, Berichte und andere Inhalte beauftragt und eingekauft, die dann über die eigenen Vertriebskanäle innerhalb und außerhalb der eigenen Konzernstruktur mehrfach syndiziert werden und so für den Verlag von notwendigen Ausgaben zu erfreulichen Einnahmen werden. Allerdings nicht für die zwar betroffenen, vergütungsmäßig aber nicht beteiligten Autoren, die sich anhören müssen, es genüge doch die Ehre, in dem Medienprodukt abgedruckt zu werden.

Aufgrund des bestehenden Machtungleichgewichts sind die Autoren dazu gezwungen, die ihnen aufdiktierten Konditionen zu akzeptieren oder auf dem durch wenige Konzerne regierten Medienmarkt keinen Text bis zur Veröffentlichung bringen zu können.

Und diese Bedingungen haben es in sich. In der Regel sind die Verträge entweder kurz und beschränken sich auf die „unbeschränkte und ausschließliche Einräumung aller Nutzungs-, Bearbeitungs- und Weitergaberechte“ oder sie listen dezidiert alle Rechte für Nutzungen auf, die man sich überhaupt jemals für Texte denken könnte (einschließlich solcher Nutzungsrechte, die auf die Texte im Zweifel nie angewandt werden).

Aber Bevorratung ist alles und so unterhalten die Verlage in der Regel große Archive, aus denen sich alle Konzerntöchter und ihre Ableger umfassend bedienen ...

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