LAG Düsseldorf 03.02.2012: Schmiergeldzahlungen an Bankdirektor berechtigen die Bank zur fristlosen Kündigung

1. Schmiergeldzahlungen an einen Arbeitnehmer berechtigen den Arbeitgeber – hier eine Bank – zur fristlosen Kündigung. 2.Ab dem Zeitpunkt der ersten wirksamen fristlosen Kündigung besteht dann kein Vergütungsanspruch mehr gegen den Arbeitgeber. 3. Eine Vertragsklausel, wonach eine durch Arbeitsleistung erdiente Tantieme vollständig entfällt, wenn der Arbeitnehmer unterjährig ausscheidet. Ein fristlos gekündigter Arbeitnehmer kann daher grundsätzlich bis zum Tag der fristlosen Kündigung aufgrund der bis dahin erbrachten Arbeitsleistung noch die Tantieme verlangen.

mitgeteilt von Rechtsanwalt Marcus Bodem (Fachanwalt für Arbeitsrecht) Berlin

zum Fall und weiteren Inhhalt der Pressemitteilung des LAG Düsseldorf Der Fall nach der Pressemitteilung des LAG: “Der Kläger war bei einer Bank seit dem 1.09.1986 zuletzt als Direktor und Vertriebsleiter beschäftigt. Das Arbeitsverhältnis wurde mehrfach fristlosam 02.12.2010 und am 14.02.2011 gekündigt. Dem Direktor warf man vor, er habe sich von einem der Geschäftspartner der Bank unberechtigt Vorteile gewähren lassen, indem er sich eine Terrasse nebst Beleuchtung von dem Geschäftspartner bezahlen ließ ...

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