Heizungsausfall und Mietminderung

Zwar wird das Heizen stetig teurer, aber in diesen eisigen Temperaturen freut sich jeder Mieter über eine warme Heizung. In einer der kältesten Nächten des Jahres kam es jedoch für zehntausende Berliner Haushalte zum worst-case-scenario: Im Kraftwerk Reuter fiel ein Heizkessel aus, worauf im Westen der Stadt Wohnungen und öffentliche Einrichtungen nicht mehr beheizt wurden. Anlass genug, einmal zu überlegen, wie sich ein Heizungsausfall für Mieter auswirkt. Muss man für eine eiskalte Wohnung Miete zahlen? Kann man selber den Heizungsmonteur rufen, um Zeit zu sparen, oder muss der Vermieter benachrichtigt werden? Und was sehen die deutschen Richter eigentlich als annehmbare Wohntemperatur an?

Mindesttemperatur oder Wohlfühltemperatur? Der Vermieter muss die Wohnung in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand erhalten, während der Mieter dort wohnt. (§ 535 Abs.1 Satz 2 BGB) Das heißt, die Wohnung muss für Menschen auch bewohnbar sein – weshalb der Vermieter die Pflicht hat, im Winter die Wohnung zu beheizen. Aber ab wie viel Grad Celsius ist eine Wohnung bewohnbar? Das wird natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich empfunden, die meisten Gerichte urteilen jedoch, dass in der Zeit von 6 bis 24 Uhr die Mindesttemperatur 20°C betragen muss.

Immer den Vermieter benachrichten! Fällt jedoch einmal tatsächlich die Heizung aus, ist schnelle Hilfe Gold wert. Doch grundsätzlich ist man als Mieter dazu verpflichtet, dem Vermieter den Heizungsausfall umgehend anzuzeigen, damit dieser die Gelegenheit hat, seinen Erhaltungspflichten nach zu kommen ...

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