Kostenbeitrag für die Betreuung durch eine Tagesmutter

Die erlassene Richtlinie zur Erhebung eines Kostenbeitrages für die Betreuung durch eine Tagesmutter stellt ihrem Rechtscharakter nach lediglich eine nur Behörden bindende Verwaltungsvorschrift dar. Damit fehlt es aber an einer Rechtsgrundlage für die Festsetzung der Kostenbeiträge gegenüber den Eltern.

In einem jetzt vom Verwaltungsgericht Osnabrück entschiedenen Rechtsstreit ist die Klägerin, eine berufstätige Mutter zweier grundschulpflichtiger Kinder und eines Kindes im Kindergartenalter, durch Bescheid des Landkreises Osnabrück zu Kostenbeiträgen für die Betreuung ihrer Kinder durch eine Tagesmutter herangezogen worden. Der Landkreis Osnabrück als Träger der Kinder- und Jugendhilfe hat zur einheitlichen Handhabung der Kindertagespflege eine für alle beteiligten kreisangehörigen Gemeinden verbindliche Richtlinie erlassen und darin auch die Erhebung der Kostenbeiträge für die Inanspruchnahme der Einrichtungen geregelt. Hiergegen ist Klage erhoben worden.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Osnabrück fehlt es an einer Rechtsgrundlage für die Festsetzung der Kostenbeiträge. Das Land Niedersachsen hat von der Ermächtigung, diese Beiträge durch ein Gesetz festzulegen, keinen Gebrauch gemacht. Damit fällt diese Aufgabe dem Landkreis Osnabrück als Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu. Deshalb hat der Landkreis zur einheitlichen Handhabung der Kindertagespflege eine für alle beteiligten kreisangehörigen Gemeinden verbindliche Richtlinie erlassen und darin auch die Erhebung der Kostenbeiträge für die Inanspruchnahme der Einrichtungen geregelt ...

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