Buback-Prozess: Bilanz der Beweisaufnahme 1

Berichterstatter des Buback-Prozesses (Fotos: SWR/Maier, Hamburger Abendblatt/Rauhe, Frieder Dreher, privat (3))

In dieser Woche soll der 75. Verhandlungstag im Verfahren gegen Verena Becker stattfinden. Bereits seit Ende September 2010 läuft die Hauptverhandlung vor dem 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts Stuttgart unter dem Vorsitzenden Richter Hermann Wieland. Zunächst im “Mehrzweckgebäude” in Stuttgart-Stammheim, dann in Räumen des Landgerichts wurden bislang 145 Zeugen gehört und acht Sachverständige befragt. Noch gibt es keine Termine für die Schlussvorträge, aber wie ich hier schon dargestellt habe, neigt sich die Beweisaufnahme dem Ende zu.

Ich habe deshalb diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die den Prozess seit langer Zeit und regelmäßig beobachten, nach ihren Eindrücken gefragt und jeweils fünf Fragen gestellt. Sechs der neun Kollegen waren bereit, die Fragen zu beantworten. Hier kommen ihre Antworten auf die ersten beiden Fragen – in alphabetischer Reihenfolge …

Dr. Frank Bräutigam, 36, ARD-Rechtsexperte, Karlsruhe:

Dr. Frank Bräutigam. Foto: SWR/Monika Maier

Was ist die zentrale Erkenntnis dieses Prozesses? “Wirkliche Aufklärung des historischen Geschehens ist nur möglich, wenn die unmittelbar in den Anschlag eingebunden RAF-Mitglieder von damals auspacken. Das scheint nach den Eindrücken von Auftritten als Zeugen derzeit nicht absehbar zu sein. Mit den klassischen anderen Beweismitteln des Strafprozesses ist die Tat nicht vollständig aufzuklären.”

Wurde durch deutsche Behörden im Fall Buback etwas vertuscht?“Eine abschließende Bewertung dieser Frage hat mir auch der Prozess nicht ermöglicht ...

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