Das Fleisch ist schwach

Junkies verteidigt man in der Praxis relativ häufig. Solange die Krankheit “Suchtmittelabhängigkeit” nicht erfolgreich therapiert ist, kommt es fast schon naturgemäß häufig zu Fällen sogenannter Beschaffungskriminalität. Nun gibt das Gesetz im § 35 BtMG relativ großzügig die Möglichkeit, sich statt der Strafe therapieren zu lassen, indem unter gewissen Voraussetzungen die Therapiezeit auf die eigentlich zu verbüßende Haftzeit angerechnet und der Strafrest zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Eine grundsätzlich durchaus sinnvolle Lösung, sieht man mal von dramatischen Mittelkürzungen im Bereich der Drogenhilfe (zumindest in NRW) ab.

Nun hatte ich einen Mandanten, der sich bereits in bis dahin erfolgreicher Therapie befand. Zunächst hat er die klinische Entgiftung überstanden und war schon in der (stationären) Therapieeinrichtung. Er stand kurz vor dem Übergang zur Nachsorge (Adaption) ...

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