UDRP: Nichtnutzung eines Domainnamens automatisch bösgläubig?

Ein Schiedsgericht beim National Arbitration Forum hatte über die UDRP-Beschwerde des Autovermieters Enterprise Holdings, Inc. gegen den Inhaber des Domainnamens zu entscheiden und ordnete die Übertragung des Domainnamens an (Enterprise Holdings, Inc. v. ipage.com / iPage Hosting, NAF Claim No. 1421224). Das Schiedsgericht machte es sich bei der Begründung des Übertragungsanspruchs allerdings zu einfach.

Nachdem das Schiedsgericht richtig festgestellt hatte, dass der Domainname den Marken der Beschwerdeführerin täuschend ähnlich ist und der Beschwerdegegner, der keine Beschwerdeerwiderung eingereicht hatte, keine Rechte oder berechtigten Interessen an dem streitgegenständlichen Domainnamen hat, stellte sich lediglich die Frage, ob der Domainname, unter dem lediglich ein “Coming soon…”-Hinweis abrufbar war, auch bösgläubig registriert und genutzt wurde.

Das Schiedsgericht machte es sich an dieser Stelle sehr einfach und stellte fest, dass die Nichtbenutzung des Domainnamens die Feststellung der bösgläubigen Registrierung und Benutzung rechtfertigt:

Complainant asserts that Respondent has failed to make an active use of the disputed domain name, constituting bad faith registration and use. Complainant submits a printout verifying its assertion that the website is essentially inactive. The only content included on the website is the phrase “Coming Soon” and the prominent display of Complainant’s mark. Therefore, the Panel finds that Respondent has failed to make an active use of the disputed domain name, which is a clear example of bad faith registration and use under Policy ¶ 4(a)(iii) ...

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