Jobcenter muss Sozialdatenschutz beachten

Eine in der letzten Woche ergangene Entscheidung des Bundessozialgerichts in Kassel betraf den Datenschutz von Beziehern von Arbeitslosengeld II.

Das BSG gab einem Ehepaar Recht, das sich gegen Nachfragen des Jobcenters bei seiner vorherigen Vermieterin wehrte. Diese hat erst durch das Nachfragen der Behörde davon erfahren, dass die Familie Empfänger von Hilfsleistungen ist und damit “Hohn und Spott” ausgegossen. Oder, wie es im Badischen heißt: „Ma’ sagt ja nix, ma’ redt’ ja nur“.

Zum Hintergrund

Dem Urteil lag eine Auseinandersetzung zugrunde, bei der das Jobcenter nach Ansicht des BDSG gegen das Sozialgeheimnis verstoßen hat. Dieses ist in § 35 Sozialgesetzbuch erster Teil (SGB I) geregelt und gilt für Leistungsträger nach § 12 SGB I und u.a. auch für deren Verbände und Arbeitsgemeinschaften.

Das Jobcenter aus dem fraglichen Fall ist ein solcher Leistungsträger. Es hat zwar die Verpflichtung, den Sachverhalt umfassend aufzuklären und hierfür auch Nachforschungen anzustellen ...

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