Gedächtnisverlust führt zu Klageverlust

Ein Gedächtnisverlust und ein Schädel-Hirn-Traum nach einem Unfall reichen nicht automatisch für die Anerkennung als Arbeitsunfall aus. Der Arbeitnehmer muss vielmehr mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ nachweisen, dass der Unfall sich während der Arbeitszeit oder des versicherten Arbeitswegs ereignet hat, urteilte am Dienstag, 31.01.2012 das Bundessozialgericht in Kassel (AZ: B 2 U 2/11 R). Nur dann könne der Unfallversicherungsträger zur Zahlung von Verletztengeld oder einer Verletztenrente verpflichtet sein.

Damit scheiterte ein 1953 geborener Lkw-Fahrer aus Baden-Württemberg vor dem obersten Sozialgericht mit seiner Klage. Der Mann sollte am 04.07.2003 Waren von Markgröningen nach Baden Baden liefern. Er fuhr gegen 1.00 Uhr morgens los, machte auf einem Parkplatz eine mehrstündige Pause und lud morgens die Waren am Bestimmungsort ab. Dabei fiel auf, dass er völlig desorientiert und bewusstseinsgetrübt war.

Der Arzt stellte später bei ihm ein Schädel-Hirn-Trauma sowie Gedächtnisverlust fest ...

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