LAG Berlin bestätigt Probezeit-Kündigung eines Arbeitnehmers mit HIV-Infektion

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hatte über eine Kündigungsschutzklage eines Arbeitnehmers mit HIV-Infektion zu entscheiden. Dem bei einem Pharmaunternehmen in der Produktion eingesetzten Arbeitnehmer wurde in der Probezeit wegen seiner HIV-Infektion gekündigt. Außerdem wurde eine Entschädigung wegen Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eingeklagt.

Das Landesarbeitsgericht hält die Kündigung für wirksam und sieht auch die Voraussetzungen für eine Entschädigung nach dem AGG als nicht gegeben an. Gegen die Entscheidung ist noch eine Revision zum Bundesarbeitsgericht möglich.

Die Kündigung erfolgte noch in der Probezeit, deshalb kam es auf eine etwaige soziale Rechtfertigung der Kündigung gemäß § 1 des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) nicht an.

Die Wirksamkeit der Kündigung folgt in diesem Fall einem eingeschränkten Prüfungsmaßstab. Der Arbeitgeber hat ein durch Art ...

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